Vorschau Raiffeisen Superleague Schweiz, 12. Spieltag

FC St.Gallen – Lausanne Sports (Entfernung : 303 km)
Bei St.Gallen fehlen: Ivic (21, Innenverteidiger), Lehmann(20, Mittelstürmer)
Bei Lausanne: Guié Guié (26, Sturm) und Tall (31, Innenverteidiger)

Nun hat es den FC St.Gallen doch erstmals erwischt beim 0:1 in Grasshoppers. Jedoch ist die Mannschaft auch dort sehr stark aufgetreten, so dass man ihnen, zum wiederholten Male, bescheinigen muss, ganz nach vorne zu gehören und den 2. Platz wirklich nicht beim Würfeln erobert zu haben. Dass dies also ein (für Aufsteiger so typischer) Rückschlag wäre, der nun eine Negativserie einleitet, an deren Ende ein solider Mittelfeldplatz herausspringt, ist bei ihnen absolut nicht anzunehmen. Dazu waren die Leistungen konstant viel zu gut und die Qualität im Kader zu hoch.

Lausanne hat zwar dem 1:0 Erfolg in Genf auch dem FCB einen (nein, eigentlich zwei) Punkt(e) abgeknöpft, jedoch in beiden Partien längst keine berauschende Leistung gezeigt. Das 1:0 bei Servette war überaus glücklich und das 1:1 gegen Basel hatte viel mehr mit der Leistung der Baseler zu tun (und dem Geschenk von Torwart Yann Sommer, der den Ball zum Ausgleich maßgerecht einem Angreifer auflegte). Sogar davor blieb man gegen das überaus kriselnde Luzern beim 1:0 siegreich, hatte aber da mindestens zwei Mal das „Elfmeterglück“, als der Referee keinen für Luzern verhängte, das Urteil aber einhellig lautete: das war einer. Sicher eine Erfolgsserie, nur a) glücklich und b) merkt man dem Team den Rückstand zu den anderen Teams (außer Servette natürlich) recht deutlich an.

Der Tipp fällt also ausgesprochen leicht: kein Leistungseinbruch bei St.Gallen sondern Rückkehr auf die Erfolgsspur, das 0:1 nicht einmal ein Ausrutscher sondern unglücklich bei guter Leistung, also lautet der Tipp: Heimsieg, eine 1.

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FC Thun – Grasshoppers Zürich (Entfernung : 147 km)
Es fehlen : Thun niemand, GC Adili(18, Sturm), Coulibaly (24, Mittelfeld), Grichting (33, IV; wichtig)

Thun mit durchgängig ordentlichen Leistungen, die aber nicht immer belohnt werden. Vor allem auswärts hagelt es Niederlagen, fünf in Serie, obwohl man immer wieder mutig und unerschrocken auftritt. Der 6. Platz dennoch a fair refelction ihrer Fähigkeiten, weil sie nicht weiter nach oben gehören können, da tummeln sich zu viele andere.
GC mit der perfekten Saison bisher. Durch den Sieg gegen den vorherigen Tabellenführer hat man selbst diese Position eingenommen. Alles läuft, kein Anlass, an irgendetwas zu zweifeln, da ja Leistung in Ergebnisse im Einklang stehen (wobei gerade der Sieg gegen St.Gallen auch leicht ein Remis hätte sein können).

Personell könnte natürlich Gichting sehr fehlen, da ja die Abwehr im Auswärtsspiel besonders gefordert sein könnte (gerade beim heimstarken FC Thun), und die GC Abwehr das Prunkstück war (nur 5 Gegentore bisher), andererseits könnte die Rückkehr von Shkelzen Gashi sich sehr positiv auf die Angriffsleistungen auswirken, insofern dieser Punkt neutral. Auch die Heimstärke wird „neutralisiert“ durch GC´s Auswärtsstärke. Angreifer Ben Khalifa von GC ist nach den konstant guten Leistungen wieder in die Nati berufen worden.

Wenn man also etwas sagen müsste, dann dies: GC lässt sich nicht aufhalten. Eine 2.

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FC Sion – FC Luzern (Entfernung : 189 km)
Sion fehlen Mrdja (28, Angriff), André Marques (25, Linker Verteidiger), Vanczak (29, Rechter Verteidiger), (Sauthier (21, Defensives Mittelfeld)
Luzern fehlen Bento, Renggli (32, zentrales Mittelfeld), Sorgic (23, Sturm)

Trotz des 3. Tabellenplatzes von Sion muss man sagen: es kriselt, wenn auch nur leicht. Der Schwung ist dahin, die empfindlichen Niederlagen gegen Basel und St.Gallen haben dem Team vielleicht doch die Grenzen aufgezeigt. Zuletzt ließ man sich daheim eine 2:0 Führung von FCZ (das 2:2 in letzter Minute) abnehmen, was auch nicht direkt zur Steigerung des Selbstvertrauens geeignet war. Luzern hat zwar den Sieg erzielt, auf den man so lange warten musste, dennoch den vorletzten Platz nicht verlassen können und außerdem mischt sich der schwerreiche Mäzen in alles ein, äußerte Kritik am Trainer, der gerade erst verpflichtet wurde. Keinesfalls ein gutes Zeichen.

Tja, das Tippen fällt in dieser Partie ausgesprochen schwer. Luzern hat eine starke Partie gespielt gegen Thun, Sion arg geschwächelt, Luzern hat einen guten Kader, Trainer Korminicki bleibt hartnäckig und setzt sich im Machtgerangel durch, Nationalspieler Adrian Winter in Topform: Luzern holt etwas, X oder 2.
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FC Zürich – Young Boys Bern (Entfernung :126 km)
FCZ fehlen: Béda (31, IV, wichtig), Chermiti (24, Sturm, wichtig), Chiumiento (27, Mittelfeld, sehr wichtig)
YB fehlt Simpson (Angriff, schon lange)

YB zurück von der schweren Reise nach Machatschkala und mit einem bitteren 0:2 dort im Gepäck. Der FCZ hat sein Potenzial (wieder einmal) angedeutet beim 2:2 in Sion, selbst wenn der Ausgleich erst in letzter Minute fiel.
YB mit leicht schwankenden Leistungen und 6 Punkten mehr auf dem Konto gegenüber dem zuvor arg kriselnden FCZ. Dennoch sieht man eigentlich kaum Unterschiede im Kader. Nur wiegen die Ausfälle zu schwer, um hier wirklich auf den (ansonsten anstehenden) Heimsieg zu setzen. Die Offensive bleibt zwar gut bei der Heimmannschaft, aber nun lastet ziemlich alles auf den Schultern von Gavranovic und Chikhaoui.

Leider ein Pass, was sonst so schön ein Heimtipp sein könnte…
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FC Basel – Servette Genf (Entfernung : 253 km)
Basel fehlen Diaz (25, ZM), Yapi (30, ZM), Vuleta (18, Sturm) (diese drei sicher), und Dragovic (21, IV) und Frei (33, Sturm) sind fraglich
Servette fehlen Barroca (26, TW = Torwart) , Baumann (26, IV = Innenverteidiger), Diallo (25, IV), Gissi (20, MS = Mittelstürmer), Karanovic (24, MS), Moubandje (22, LV), Pizzinat (35, ZM = Zentrales Mittelfeld), Schlauri (27, LV = Linker Verteidiger)

Diese Paarung viel zu eindeutig, um lange „to beat about the bush“. Ein Blick auf Form, Kräfteverhältnisse und Verletztenliste tun ihr Übriges, zumal der Basel Kader eh alle Positionen doppelt besetzt hat, während Servette „am Tropf hängt“. Zuletzt das 2:6 bei den Young Boys zeigte auch, wo wirklich der Schuh drückt (und man sieht auch dies bei einem Blick auf die Art der fehlenden Spieler: viele aus der Abwehr). Nein, ein klarer Heimsieg ist alles, was man hier sagen kann.
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