Vorschau Heute für Morgen 1. Liga Österreich, 12. Spieltag

FC Lustenau – Blau Weiß Linz (Entfernung: 499 km)
Tja, also obwohl man mit recht zahlreichen Vorhersagen ziemlich gut liegt bisher, stellt sich keine Verlässlichkeit ein, was die Einschätzung dieser beiden Mannschaften angeht. Da geht es doch ziemlich auf und ab und sehr gute Leistungen werden gefolgt von katastrophalen … Ergebnissen. So gewann BW Linz also auswärts vor zwei Wochen mit 3:1 in Hartberg (der erste Sieg!), nur um eine Woche darauf daheim gegen First Vienna (das Schlusslicht) den Kürzeren zu ziehen beim 0:1. Da aber die Chancen dort sehr zahlreich waren und das Ergebnis ziemlich krass unverdient, so könnte man zumindest auf der reinen Leistung aufbauen, wobei gerade dies im heutigen Fußball Geschehen mehr und mehr an Bedeutung verliert. Da zählen die Ergebnisse und nichts sonst. Allerdings dürfte man diesen Effekt etwas untergeordnet sehen in der wirklich nicht all zu großen Ersten Liga von Österreich.

FC Lustenau hat sich nicht schlecht präsentiert beim 1:2 in St.Pölten. Sie waren in Hälfte 1 am Drücker und hatten auch gegen Ende noch ein paar gute Chancen, so dass die Niederlage nicht verdient war. Immerhin trennen die Mannschaften nur doch 5 Punkte und 5 Tore, so dass man eigentlich kaum den Schluss ziehen könnte, dass Linz die bessere Mannschaft ist. Wenn also ein Tipp, dann geht er Richtung Heimmannschaft. Eine 1 (oder Pass, was natürlich immer geht).

Neueste Nachricht: BW Linz mit einigen Verletzungssorgen! Ach, und, hier noch nicht erwähnt: sie treten mit einem neuen TranierDUO an (gewechselt vor dem Partie gegen First Vienna!). Die Umstände des Trainerwechsels übrigens recht kurios, da die Rede von einer „Abstimmung“ der Spieler ist (was der Präsident bestreitet; dennoch konnte seine Ansprach die Zweifel kaum ausräumen; was man daraus schließen kann? Dass selbst in Österreichs zweiter Liga bereits Hauptaugenmerk auf Ergebnisse gelegt wird und nicht die Leistung zählt, denn die, so waren sich alle einig, war zuvor fast immer ok, nur blieben eben die Punkte aus).
Die Verletztenliste: Manuel Hart (jedenfalls wichtig; 10 Spiele, 3 Tore), Wolfgang Bubenik (Abwehr, 10 Spiele, 1 Tor; beide gesperrt), Koll (Abwehr, 8 Spiele), Sulimani (Angriff, 10 Spiele, 0 Tore), Boris Arapovic (2 Spiele; alle verletzt) und Kreuzriegler (Abwehr, 0 Einsätze) hat andere Verpflichtungen. Insgesamt bedeuten die Ausfälle auf jeden Fall etwas. Also noch mehr Richtung 1.

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First Vienna – TSV Hartberg (Entfernung: 131 km)
Hartberg in der Krise, wenn man so möchte, oder es handelt sich doch um ein ausgemachtes Qualitätsproblem. Da sie aber beim 1:3 in Lustenau (bei Leader Austria) einige gute Phasen hatten und zu ein paar guten Chancen kamen, und Juvhel Tsoumou sicher noch mehr leisten kann, ist es vielleicht doch KEIN Qualitätsproblem sondern eben eher eine Ergebniskrise.
Da man über First Vienna so gut wie gar nichts Gutes sagen kann — die wenigen Punkte, die sie haben, haben sie fast ausnahmslos unter äußerst glücklichen Umständen eingefahren — , kann hier nur eine einzige Richtung gelten: die 2. Hartberg, kommt mit einem Sieg zurück.

Auch hier wichtig: Kapitän Doppel fehlt weiterhin (wohl der einzige, der das Niveau für die Liga hat, allerdings fast 36), weiterhin fehlen Pink(Angriff, 8 Spiele, 1 Tor), Perktold(MF, 3 Einsätze), Kropfhofer (2.TW, 0 Einsätze), Kröpfl(Abwehr, 0 Einsätze) und Florian Bauer(Abwehr; bisher 10 Einsätze).

Hartberg mit den Ausfällen Matej Mijatovic (Abwehr, 10 Einsätze, 2 Tore), Kevin Krisch (Abwehr, 8 Einsätze), Robert Gamperl (MF, 0 Einsätze).
Auch dies spricht klar für Hartberg.
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SV Horn – SV Grödig (Entfernung: 296 km)
Tja, hier ist fast das Gegenteil vom ersten Spiel der Fall: beide Mannschaften sind gut einzuschätzen, sie sind nämlich einfach verlässlich gut. Der Aufsteiger aus Horn hat sich sehr sinnvoll verstärkt und eh die Aufstiegseuphorie gut genutzt, so dass der 4. Platz eine gute Reflexion ihrer gezeigten Leistungen und Fähigkeiten ist.
Noch besser der SV Grödig, der sich Rang 3 genau so redlich verdient hat. Sicher deuten die 4 Punkte Vorsprung und die 9 Tore bessere Differenz dennoch recht deutlich an, dass Grödig das bessere Team ist, so dass sie sogar als leichter Favorit in diese Partie gehen.

Zur Einschätzung der Partie sollte man sich doch das Hinspiel in Erinnerung rufen: dort hat SV Grödig mit 0:2 verloren, obwohl sie eine längere Zeit mit 11 gegen 8 spielten! Sicher werden sie versuchen, diese grausige Erinnerung auszulöschen! Der Trainer spricht vor der Partie davon, dass sie das Hinspiel verdient verloren haben und dass sie zwar mit ein paar angeschlagenen Spielern anreisen werden, aber doch eine schlagkräftige Truppe aufbieten werden können.

Also man möchte dennoch in dieser Partie keine Mannschaft wirklich haben. Falls dennoch zu einer Tendenz gezwungen, so ginge diese Richtung Auswärtsmannschaft.

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Kapfenberger SV – SKN St.Pölten (Entfernung: 133 km)
Kapfenberg hatte sich in den letzten Partien deutlich verbessert gezeigt. Selbst wenn nur sehr selten das erhoffte Ergebnis heraussprang, so sah es doch teilweise sehr ordentlich aus, was sie gespielt haben. Beim 0:2 in Horn vor Wochenfrist waren sie bis zum 0:1 eigentlich die bessere Mannschaft, haben danach (zu früh?) alles nach vorne geworfen und spät das 0:2 kassiert, was nicht dem Spielverlauf entsprach. Im letzten Heimspiel — was man beinahe noch mehr zum Maßstab nehmen sollte — hatten sie Leader und Primus Austria Lustenau am Rande einer Niederlage, das Spiel blieb aber 0:0. Noch eine derartige Leistung, und man kann das Glück auch mal auf die eigene Seite zwingen.
St.Pölten hingegen punktet eigentlich durchgehend sehr gut und zuverlässig. Andererseits gilt das Gegenteil von dem, was für Kapfenberg gilt: sie HABEN das Glück bereits auf ihrer Seite gehabt. Selbst wenn Torjäger Segovia mit seiner Klasse vorne einfach regelmäßig einnetzt — und das nichts mit Zufall zu tun hat — so ist doch die Gesamtleistung oftmals nicht so ganz überzeugend, der Punktestand also eher etwas zu hoch.

Wie es aussieht, kann Babangida nicht spielen (oder nur kurz), und auch Patrick Wolf, auf den große Hoffnungen gesetzt wurden, fällt aus, während bei St.Pölten alle Mann an Bord sind. Dies eine Einschränkung für den Tipp, der dennoch so ausfällt:

Man möchte zwar keineswegs behaupten, dass Kapfenberg hier Favorit ist, aber die Partie könnte total ausgeglichen sein und das Gefühl sagt, dass es diesmal die Heimmannschaft (trotz der Ausfälle) packt. Heimsieg also, Tipp 1.

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SC Rheindorf Altach – Austria Lustenau (Entfernung: 10 km)

Dies nun wirklich ein r(h)einrassiges Derby. Beide Mannschaften gehören natürlich ganz nach vorne, galten auch vor der Saison als Favoriten, die eine hat es überzeugend gepackt, diese Rolle auszufüllen, die andere (hier die daheim) ringt um die Form und den glänzenden Ansätzen folgen oftmals deprimierende Rückschläge. Sicher ist das Potenzial zu erkennen, blitzt immer wieder auf, aber doch sind die Leistungen zu schwankend, will kein rechter Lauf kommen, um die hohen Ambitionen zu untermauern.

Natürlich wird man dieses Spiel als einmalige Chance sehen, vielleicht den Rückstand noch einmal so verkürzen zu können, dass man wieder hoffen kann auf den ganz großen Coup, aber genau dies dürften die Gäste auch sehr wohl realisieren und sich dagegen stemmen. Das Stadion wird sicher knackvoll sein, wobei ausreichend viele Gästefans den Weg ins Stadion finden dürften. Die Klasse von Austria könnte den Ausschlag geben, wobei im Derby doch eigene Gesetze gelten, die hier vor allem bedeuten, dass die Partie nahe an ausgeglichen sein könnte.

Dennoch: wenn überhaupt etwas, dann nur die 2.=

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