Vorschau Raiffeisen Superleague Schweiz, 11. Spieltag

Lausanne Sports – FC Basel (Entfernung: 196 km)

Beide Teams mit dem Erfolgserlebnis unter der Woche, der FCB mit dem 4:1 gegen Sion natürlich bravourös und beinahe wieder die Alten, während Lausanne doch im Absteigerduell Letzter gegen Vorletzter ziemlich glücklich und mühevoll mit 1:0 über die Ziellinie kam, also trennen die beiden weiterhin Welten. Man muss damit rechnen, dass die Baseler nur wieder eine Erfolgsserie starten, ein derartiger Sieg kann gut der Auftakt dazu sein (selbst wenn die Partie in Hälfte 1 recht ausgeglichen war). Der Markt wird dies genau so sehen, oder sogar, wie gewohnt, bei derartigen Effekten (ein Topteam gewinnt hoch nach einer Durststrecke), sogar etwas übertreiben damit. Man soll sich also hinter das Heimteam stellen, dazu fehlt aber ganz klar der Mut, zumal man die Überzeugung teilt, dass Lausanne nicht mit einer guten Leistung zum letzten Sieg kam (ansonsten würde man gerne darüber nachdenken). Hier ist es dadurch ein Pass. Wenn man so möchte, lautet der Tipp also, der FCB lässt sich hier nicht aufhalten. Zu einer Wette AUF sie dürfte es allerdings, Quoten bedingt, nicht reichen.

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FC Luzern – FC Thun (Entfernung: 97 km)

Was immer der Computer hier auch raten mag: man kann unter keinen Umständen das kränkelnde Luzern nehmen. Der letzte Auftritt war, nicht nur vom Ergebnis her (das ging noch milde aus mit 0:2) ein Megaflop. Die Pleiten davor konnte man sich vielleicht noch (als Luzerner) irgendwie schön reden, die letzte war zu viel. Wo auch immer das Potenzial stecken mag in der Truppe, abgerufen wird es zur Zeit nicht. Der Trainerwechsel hat nichts gebracht, auf der Schweizer Fußballseite wird schon eine Umfrage gestartet, ob Komornicki bleiben wird oder gehen muss, was garantiert kein gutes Zeichen ist, nein, AUF Luzern könnte man derzeit sicher kein Geld verbrennen. Thun hat sich zwar ausgesprochen löblich präsentiert, und wirklich auch spielerisch hervorragendes ausgepackt, dennoch würde man sie nach dieser Ungerechtigkeit der nicht gegen sie verhängten Roten Karte im Derby gegen YB äußerst ungern nehmen. Hat vielleicht auch der Schiri in DIESER PARTIE HIER das Gerechtigkeitsempfinden und legt vielleicht hier oder da mal etwas gegen sie aus? Nein, auch Thun kann man nicht nehmen, insofern wird diese Partie leider ein Pass (wenn, könnte man nur X/2 nehmen, damit hier etwas steht).

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Young Boys Bern – Servette Genf (Entfernung: 158 km)
Auch diese Angelegenheit hier viel zu sonnenklar, als dass man sich unbedingt verwickeln möchte. YB ist stark, YB hat die Fans weiterhin im Rücken, YB dürfte die Partie gewinnen, denn beim Gegner stimmt derzeit gar nichts. Nur wird auch dies der Markt „wissen“ und einem keinen angemessenen Lohn bereit stellen.

Was könnte einen nun vielleicht doch motivieren, ein paar Euro auf den Außenseiter in den Gulli zu stopfen? Es wäre dies: völlig gesund sind die Hauptstädter nicht. Da stehen nur drei Siegen drei Niederlagen gegenüber, der Rest Remisen. Da stehen zwar 17 erzielten Treffern aber doch 13 Gegentreffer gegenüber. Da steht doch eine Niederlage im Derby, die schmerzen kann und da steht eine Euroleague Partie an (bei Anchi Machatschkala, in Russland, am Donnerstag), die bereits die letzte Chance in dem Bewerb sein könnte (nach dem 3:5 gegen Liverpool; nach 3:2 Führung ABER man schaue auf die Zahl der Gegentore). Und da steht ein Servette quasi völlig am Boden zerstört, da daheim auch gegen den Vorletzten, vor dennoch weiterhin sehr guter Kulisse, verloren, welches aber spielerisch nicht völlig enttäuschte und ein Servette, was in dieser Partie vielleicht im Stile des David gegen Goliath in dem Sinne, nichts mehr verlieren zu können, angehen könnte. Wenn man die verpassten Chancen gegen Lausanne noch einmal in Erinnerung ruft, da konnten einem schon die Tränen kommen, dass der Ball einfach nicht rein wollte. Das MUSS doch auch mal anders kommen?
Also ein ganz vorsichtiger kleiner Außenseitertipp: vielleicht holt Servette hier doch was raus? X oder 2?

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FC Sion – FC Zürich (Entfernung: 240 km)
Der FCZ hat tatsächlich in der letzten Partie Anflüge von wahrer Klasse gezeigt, das gibt man gerne zu. Selbst wenn die Partie gegen St.Gallen mit 0:2 verloren ging und man zwar die Vorhersage hier richtig hatte, aber doch sich etwas schämen muss dafür, da in Hälfte 1 quasi nur eine Mannschaft spielte, so konnte man doch mit bloßem Auge sehen, wie gut sie waren. Da war nichts von Verunsicherung zu spüren, im Gegenteil, trat man so auf, als ob man seit Wochen nichts anderes als Siegen täte.
Aber: auch der FC Sion trat in Basel sehr gut auf. Sie waren auswärts lange Zeit auf Augenhöhe mit dem Seriensieger. Es stand auch nach 55 Minuten noch 1:1, in einer umkämpften, ausgeglichenen Partie, bis sich die gleiche Szene wie bei FCZ – St.Gallen ereignete (in der Partie ging St.Gallen so in Führung): FCB Torhüter Yann Sommer spielt Leo Itapurena im Strafraum den Ball vor die Füße. Exakt wie bei St.Gallen war ein Stürmer völlig frei vor dem Tor, dieser musste nur gerade angespielt werden. Das schaffte Leo nicht, er passte den Ball auf 10 Meter etwa um 5 Meter am Mitspieler vorbei. Ein sicheres Tor war es, zum 2:1 für Sion. Wie wäre es dann weiter gegangen? Gattuso diesmal stark und unumstritten, mit einem Tor nach einem schönen, von ihm selbst eingeleiteten Spielzug, also das sah gut aus und war hinten lange Zeit gut organisiert. Sicher war der Trainerwechsel unglücklich, aber die Mannschaft sah dennoch jetzt gut aus.

Zwischen den Mannschaften liegen mittlerweile 10 satte Punkte, sowie 8 Tore. Also: da wird doch wohl kaum Sion die schlechtere Mannschaft sein? So groß die Bedenken auch sein mögen: hier kann man sich sehr gut einen Heimsieg vorstellen, immerhin hat der Gast ja auch seit drei Spielen kein Tor erzielt. Das kann doch mal verunsichern? Das Tourbillon wird jedenfalls gut besucht sein, bei mächtiger Stimmung.

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Grasshoppers Zürich – FC St.Gallen (Entfernung: 86 km)
Tja, wenn man sich die zuletzt gezeigten Leistungen anschaut, dann wäre eigentlich klar, dass GC das Spiel hier gewinnt. Zumal es den sicher erwähnenswerten Aspekt gibt, dass man in dieser Partie die Tabellenführung übernehmen könnte mit einem Sieg. Andererseits hatte St.Gallen in den Partien zuvor doch so sehr beeindruckt, dass man die erste Hälfte gegen den FCZ einfach mal tolerieren sollte (und nicht gleich alles über den Haufen werfen). St.Gallen ist stark, die Mannschaften vielleicht auf Augenhöhe, man kann sich hier einfach nicht positionieren. Die Derbytendenz tut ihr übriges, die genügend St. Galler auf die kurze Reise locken könnte, steht doch der 1. Platz auf dem Spiel. Ein Pass.

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