Vorschau Heute für Morgen 1. Liga Österreich, 11. Spieltag

Anmerkung: leider vergessen, gestern dieses Ausarbeitung abzuschicken bzw. auf „Publizieren“ zu klicken.
Der Dokumentation wegen wird es nun trotzdem online gestellt (auch wenn die Spiele gerade laufen)

 

Austria Lustenau – TSV Hartberg (Entfernung: 666 km)

Die Ausgangslage hier viel zu klar, um eine Vorhersage zu treffen. A. Lustenau als turmhoher Favorit, zumal gerade Hartberg zuletzt die äußerst wackeligen, bedenklichen Leistungen zeigte. Die Heimelf hat im letzten Auswärtsspiel auch nicht gerade brilliert beim 0:0 in Kapfenberg, was eher als leichte Überheblichkeit denn als Zeichen von aufkommender Schwäche gedeutet wird. Demnach wird zu Hause Wiedergutmachung betrieben, nur wird der Markt einem dafür keinen Preis schenken, der es lohnend macht, den Tipp einzusetzen.
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SV Grödig – SCR Altach (Entfernung: 346 km)
Ganz anders jedoch schon in dieser Partie: SCR Altach mag vorab als Topteam eingestuft worden sein, hat aber nicht dauerhaft diese Einschätzung bestätigt, selbst wenn in den letzten Wochen ganz klar eine Stabilisierung der Leistung eingetreten ist. Natürlich war das 3:0 gegen Horn auch vom Klang her (und in der zweiten Hälfte tatsächlich, mit ein paar schönen Toren, als man die Zuschauer so richtig verwöhnte und versöhnte) toll, aber die erste Hälfte ging beinahe noch an Horn, so dass auch in der Partie etwas hätte passieren können gegen Altach. Noch steht man auch zwei Punkte und drei Tore hinter dem heutigen Gegner.
Bei Grödig hingegen sind die Schwachpunkte oder Nachteile nur mit der Lupe zu finden — wenn überhaupt. Da passt alles, die Mannschaft spielt tollen Fußball und wer erinnert sich nicht mehr an die eine (der beiden) Niederlagen daheim gegen Horn, als man mit teilweise drei Spielern mehr auf dem Platz das unwahrscheinliche 0:2 kassierte (also selbst diese hätte nicht sein müssen). Nein, Grödig spielt tollen Fußball und wenn man nun, ganz ehrlich, sagen müsste, wer den besseren Kader hat von diesen beiden Mannschaften, könnte man schwerlich eine Antwort geben. Der Markt allerdings scheint fest von einer Vormachtstellung der Altacher auszugehen. Diese kann man nicht ganz teilen.
Also klarer Tipp hier: Grödig wird unterschätzt, hat sehr gute Chancen in der Partie und sie Favorit. Ein Heimsieg.
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SV Horn – Kapfenberger SV (Entfernung: 226 km)
Nach der letzten gezeigten Leistung der Kapfenberger ist man bereit, dass zuvor über sie verhängte (Ab-)Urteil zu revidieren. Sie sind nicht so schlecht, wie man sie gemacht hat. Auch wenn es noch ein ziemlich weiter Weg nach oben, in die obere Hälfte sein dürfte — und sich dort etliche Mannschaften aufhalten, die man, auch von der Leistung her, erst einmal verdrängen müsste, so darf man doch davon ausgehen, dass sich die Mannschaft weiter fängt und zumindest vom Abstieg deutlich fern halten kann.
Jedoch trifft dies mindestens auch auf den SV Horn zu. Die erste Hälfte in Altach hat gezeigt (ein weiteres Mal) wozu man mit den ausschließlich sinnvollen Verstärkungen fähig ist, der (5.) Tabellenplatz ist alles andere als Zufall und man kann rein gar nichts finden, was der Aufsteiger bisher falsch gemacht hat.
Da man also an beiden Mannschaften genug Gutes findet, ist es am einfachsten, sich aus der Partie und einer Einschätzung rauszuerklären. Wenn man doch zu etwas gezwungen wird, so könnte es nur lauten: Heimsieg.
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SKN St. Pölten – FC Lustenau (Entfernung: 602 km)
Auch hier die Sachlage ziemlich klar. St. Pölten hat nun mal 5 Tore erzielt, hält noch immer den 2. Platz in der Tabelle und auch bei dieser Mannschaft fällt es schwer, einen kritischen Ton anzuschlagen. Andererseits ist es doch denkbar, dass diese oder jene Mannschaft (ja, richtig: Grödig ODER Altach) noch mehr auf Rang 2 gehören und die Leistungen der St.Pölter in den Spielen vor dem 5:1 bei der Vienna mit nur einem Sieg aus 4 Spielen nicht immer hochrangig war. Andererseits gab es davor auch ein paar Highlights und die Tabelle mag zwar ab und an ein wenig schwindeln, aber niemals so handfest lügen und in ihr werden noch immer alle erzielten Punkte aufaddiert und im Zweifelsfall das Torverhältnis befragt. 19 Punkte (aus 10 Partien) und 25 erzielte Treffer stellen ihnen da jedenfalls ein sehr ordentliches Zeugnis aus, selbst wenn auf die Defensive nicht immer das Hauptaugenmerk gelegt wird (16 Gegentreffer sind auch beachtlich viele). Aber, wie es Johann Cruyff damals als Trainer des FC Barcelona einmal sagte: „Ziel ist es, ein Tor mehr zu erzielen als der Gegner.“ (und damit übrigens perfekt die Ajax-Mentalität, falls nicht jene ganz Hollands, in die Welt trug), und dieses Ziel haben sie oft genug erreicht.
Anders der FC Lustenau, bei denen man auf die Frage nach den tatsächlichen Qualitäten derzeit nur ein mehr oder weniger lang gezogenes „Hmmmmm…“ ausrufen könnte. Noch steht zwar ein 6. Platz zu Buche, der ihnen zumindest keine geringere Klasse als jener der Konkurrenz ausweist, aber die letzten Leistungen waren alles andere als gut. Das 1:1 gegen Grödig klingt zwar gut, aber in der Partie hat nur der (bereits als verkauft in die Serie A vermeldete) Ersatzschlussman Reuf Durakovic die Mannschaft vor einer Niederlage bewahrt, mit teils Atem beraubenden Paraden, als der Gegentreffer eigentlich schon auf der Anzeigetafel stand. Davor war das (Heim-) 1:2 gegen Horn, und das 1:1 im Derby natürlich ein Erfolg, aber eben „nur“ in einem Derby, wo einfach andere Gesetze gelten.
Hier ist die Tendenz klar: die Heimmannschaft macht das, Tipp 1.
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Blau Weiß Linz – First Vienna (Entfernung: 189 km)
Tja, auch in dieser Partie ist eine recht eindeutige Positionierung möglich. First Vienna hat zwar nicht in allen Partiephasen enttäuscht, aber doch bleibt das riesengroße Fragezeichen, wie man jemals die löchrige Defensive stopfen möchte. Es hagelt Gegentore, und das regelmäßig (28 Stück in 10 Partien), und selbst wenn das Team teils ansehnlich spielt, so sorgen doch diese Defizite für regelmäßig eingebüßte Punkte. Man darf auch gerne noch einmal in Erinnerung rufen, dass die vier Punkte gegen Kapfenberg und Altach in Serie ( 3:3 in Kapfenberg und 2:1 gegen Altach) in Partie eingefahren wurden, die eigentlich Richtung Niederlage aussahen und beide Male in der Schlussminute ein (glücklicher) Treffer fiel.
BW Linz hat hingegen seine Qualitäten zuletzt eindrucksvoll bewiesen. Hatte man zuvor schon ein paar unbewohnt gute Leistungen, so war das nun erkämpfte, erarbeitete, erspielte 3:1 in Hartberg beeindruckend. Da blitzte echte spielerische Klasse auf und das war alles andere als ein regulärer Tabellenletzter, der dort siegreich blieb. Auch in der Tordifferenz trennen die beiden Mannschaften Welten (Linz um 11 Tore besser), so dass man hier sich ganz klar festlegen kann: BW Linz kann den Schwung mitnehmen, First Vienna, mit der bunt gemischten Truppe (zuletzt ACHT Amateurspieler im Kader, wer wird diesmal auflaufen, Herr Tatar?), fünf Gegentreffern und einem (weiteren) Platzverweis im Koffer, wird auch ohne Punkte in demselben die Heimreise antreten müssen. Eine ganz klare 1, bei reichlich Toren.
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