Vorschau Raiffeisen Superleague Schweiz, 10. Spieltag

Servette Genf – Lausanne Sports (Entfernung: 64 km)
Lausanne mit dem Erfolgserlebnis eines Sieges, bei Servette gibt es nur noch Trauer. Nur 2 Punkte aus 9 Spielen sind wahrhaft ein Desaster, zumal man in der Vorsaison gar noch in der letzten Minute in die Euroleague Quali einzog. Lausanne zwar etwas besser (und, man entsinne sich: in der Superleague gibt es nur einen Absteiger, also es genügt schon, etwas besser als Servette zu sein. Und: Luzern liegt sogar noch dazwischen), aber lange nicht gut, da sie in zwei Spielen überhaupt Tore erzielt haben. Im Hinspiel gab es das legendäre 5:1 für Lausanne (Servette damals aber arg ersatzgeschwächt), so dass es sicher Rachegelüste gibt.

Also: Fournier, der neue Trainer, könnte doch mal ein Erfolgserlebnis erzeugen für die Servettien. Lausanne hat zwar gewonnen, aber dies auch etwas glücklich (und dabei auch nur ein Tor erzielt), und Luzern hätte zwei Mal Elfmeter bekommen müssen. Die Heimmannschaft wird versuchen, die Hinspielschlappe wettzumachen, und sie werden alles daran setzen, irgendwie in Schlagdistanz zur Konkurrenz zu bekommen. Demnach: Heimsieg oder lieber Pass (weil man Servette doch nicht so recht trauen mag; wie könnte man?)

FC Zürich – FC St.Gallen (Entfernung: 86 km)
In dieser Partie gibt es doch wieder eine klare Positionierung: St.Gallen hat absolut rein gar nichts geleistet, was nicht aller Ehren wert war. Als Aufsteiger ungeschlagen an der Spitze und selbst in den Partien, als ihnen die Außenseiterrolle nicht mehr zugesprochen wurde, haben sie (gegen die ganz Großen) teils sogar dominiert (u.a. gegen Basel). Der FCZ mag zwar hier und da mal das Potenzial andeuten, bringt es aber zu selten auf den Platz. So haben sie das Derby, wie angesagt, gegen GC auch verloren mit 0:1, und das verdient. Die Punktedifferenz mag zwar mit 12 Punkten zwischen den Mannschaften zu groß sein, aber dennoch gab es einen erheblichen Unterschied bisher in den Auftritten. Die neueste Meldung ist die, dass der beste Stürmer, Amine Chermiti, sogar eine Weile lang ausfallen wird, zusätzlich Abwehrmann (und Kapitän) Mathieu Beda.
Man kann kaum empfinden, wie St.Gallen hier Außenseiter sein soll, nein, wieso eigentlich? Zumal es ja fast ein Derby ist, zumindest ist die Reisedistanz so klein, dass man als Fan (und die gibt es garantiert genug) die Fahrt auf sich nimmt. Also: St.Gallen wird auch das 10. Spiel ungeschlagen überstehen. X oder 2.

FC Basel – FC Sion (Entfernung: 249 km)
Bei Beiden einst als Titelkandidaten ausgemachten Teams (und Basel wird es sicher noch eine Weile bleiben, selbst wenn sich der Abstand zur Spitze in den nächsten Spielen sogar noch erhöhen sollte) stimmt es nicht im Team. Jetzt ist Gattuso sogar zu den (25)Flops der ersten Saisonphase „gewählt“ worden, hat aber doch das Kapitänsamt (und damit die Auflaufgarantie) behalten. Nun gut, ein Sieg war es am Ende gegen Thun, mit dem „Lebensretter“ Leo Itapurena im Sturm, der beide Treffer erzielte. Basel hat aber das schwere Spiel bei den Young Boys auch ungeschlagen überstanden (selbst wenn der Elfmeter gegen sie nach 90 Minuten sonnenklar war). Insofern kann man sich hier kaum entscheiden, nein, das passt einfach nicht, von daher passt man selbst.

Grasshoppers Zürich – FC Luzern (Entfernung: 52 km)
Krasser als hier könnten die Gegensätze kaum sein, zumal, wenn man die Vorsaison dagegen hält, in welcher Luzern auf 2 einging, die Grasshoppers hingegen auf 10, wenn man nur die absolute Ausbeute nimmt — der Abstieg wurde nur vermieden, da Sion einen Punktabzug von 36 Punkten erfuhr, und Xamax bereits knapp nach der Hälfte der Saison ausgeschlossen wurde (sie hatten aber nach 19 Spielen bereits mehr Punkte als GC am Ende nach 34 Spielen). Also: GC hat sich voll und ganz gefangen, sinnvoll verstärkt mit erfahrenen Spielern und die jungen haben gelernt, während nun bei Luzern gar nichts stimmt, und selbst nach dem Trainerwechsel nichts besser wurde. Also: GC ist hier glasklarer Favorit. Selbst wenn die Serie irgendwann reißen wird und man persönlich eine Abneigung gegen scheinbar so klare Angelegenheiten hat (und bei diesen oftmals, gegen den Markt gerichtet, den Außenseiter nimmt), so unmöglich ist dies hier: GC gewinnt. Punkt.

FC Thun – Young Boys Bern (Entfernung: 31 km)

Thun mit wirklich nicht schlechten Leistungen, aber doch mit vier Niederlagen in den letzten fünf Spielen. Die Young Boys unheimlich stabilisiert (nach wechselhaftem Saisonauftakt), aber doch nicht immer mit der erhofften Ausbeute. Die Derbytendenz spricht dagegen, sich hier auf die Seite der Heimmannschaft zu stellen, zumal die Young Boys gerade mit den letzten tollen Auftritten (auch das 3:5 gegen Liverpool war alles andere als Antiwerbung) jede Menge alte und neue Fans gewonnen haben. Aber auch die 2 könnte man nicht nehmen, dazu hat sich Thun (auch zuletzt beim 1:2 in Sion) einfach zu stark präsentiert. Also: auch hier ein Pass.=

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