Rückblick Österreich, tipp3 Bundesliga, 8. Spieltag

Wolfsberger AC – Wiener Neustadt 6:0 (4:0)
Bei einem 6:0 entfallen sinnvolle Kommentare weitest gehend. Von Anfang an eine klare Angelegenheit, wobei sogar Wiener Neustadt die erste Chance hatte. Ansonsten hat sich die spielerische Qualität lediglich auf einer Seite bestätigt. Und sogar das körperlose Verteidigen hat sich nicht bewahrheitet, denn beim Stande von 0:3 handelte sich der Gast auch eine Gelb-Rote Karte ein, wodurch das Tore schießen nicht viel schwerer wurde. Der Tipp entfiel hier, selbst wenn im Nebensatz angedeutet wurde, dass man, wenn überhaupt etwas, dann die 1 nehmen würde. Auch eingetroffen ist der Tipp (der eher gegen die Computereinschätzung ausfiel), dass es hier gut Tore geben könnte, selbst wenn diese einseitig verteilt waren. Doch hat sich ganz klar gezeigt, dass diese Defensive in der Spielklasse überfordert ist. Ob es überhaupt etwas dem drohenden Abstieg entgegenzusetzen gibt? Jedenfalls waren sich die meisten Experten schon vor Saisonbeginn einig, dass es nur einen Absteiger geben kann. Bisher sind sie in dem Sinne bestätigt. dass die Wiener Neustädter richtig schwach sind. Nur hat Innsbruck bisher auch nicht viel mehr Erfreuliches zu bieten gehabt.

Rapid Wien – Admira/Wacker Wien 0:0

Erstaunlicherweise der Außenseiter hier (eben ohne Hosiner) in der ersten Hälfte Vorteile hatte. Wenn überhaupt Torchancen, dann gab es diese für die Admira. In Hälfte 2 eher umgekehrt, so dass das Ergebnis insgesamt in Ordnung geht. Rapid doch in einer leichten Formkrise und dass ausgerechnet vor dem wichtigen Euroleague Auftakt gegen Rosenborg am Donnerstag. Sicher möglich, dass Teile der Aufmerksamkeit bereits diesem Duell galten. Aber von allen drei Spitzenmannschaften machte Rapid in der Summe (gegenüber Salzburg und Austria) doch jetzt den schwächsten Eindruck. Der Tipp wurde recht klar verfehlt, der auf „klare 1“ plädierte. Wenige Torchancen. Rapid bleibt eine under Mannschaft.

Red Bull Salzburg – SV Ried 1:1 (1:0)

Die Geschichte von diesem Spiel: Salzburg hatte zwar den Abgang Jantscher (nach Moskau), aber zugleich Neuzugänge Vorsah (Innenverteidigung, aus Hoffenheim) und Kevin Kampl, den Marco Reus der 2. Bundesliga (er kam von Aalen). Was immer der liebe Gott für Vorsah vorsah, sein Einstand war komplett missglückt, da er in der ersten Aktion des Spiels (nach insgesamt 8 Ballkontakten und einem langen Ball auf Rieds Topstürmer René Gartler), ganz kurz die Hand am Trikot des durchzubrechen drohenden Gegenspielers hatte, dieser zu Boden ging und Vorsah Rot bekam. So musste Salzburg mit 10 gegen 11 praktisch das gesamte Spiel bestreiten, welches danach absolut hochklassig war, mit dem Löwenanteil dieser Klasse auf Seiten der Salzburger, speziell in Person von Kevin Kampl. Er bereitete fünf Großchancen vor, von denen der vier Mal davon profitierende Soriano nur eine nutzen konnte (eine landete kurz vor der Pause an der Unterlatte, es wäre das 2:0 gewesen). Auch sonst Salzburg klar am Drücker und der Tipp mit dem Heimsieg hätte selbst bei 10 gegen 11 locker aufgehen müssen, so stark war die Heimelf. Ried nutzte in der 70. einen Standard (Eckball) zum Ausgleich, der nichts mit dem Spielverlauf zu tun hatte. Selbst danach noch die fünfte Großchance, von Kampl vorbereitet, die erneut nichts einbrachte. Der Tipp war gut, das Ergebnis nicht. Aber dennoch scheint sicher: diese Salzburger werden sich noch weit nach vorne schieben.

Sturm Graz – Wacker Innsbruck 3:0 (1:0)

Ziemlich klare Angelegenheit hier. Auch die Zuschauer waren da, wie versprochen( über 10.000) und Innsbruck hat nicht viel zu bieten gehabt, was die Einschätzung „überforderte Defensive“ in Frage stellen könnte. Nach vorne gab es diesmal auch nur anderthalb Torchancen, so dass man einen langen Abstiegskampf zwischen Wiener Neustadt und den Tirolern vorherzusagen geneigt ist. Wer sollte sich da abheben? Der Tipp ging perfekt auf, der „Tore und Heimsieg“ versprach. Anmerkung noch: der eine der beiden starken Angreifer, Richard Sukuta-Paso, wurde in dem Spiel nach zwei rüden Attacken verletzt ausgewechselt. Abwarten, wann er zurück ist.

SV Mattersburg – Austria Wien 2:4 (2:1)
Witzig an dieser Partie, dass es nach der gleichen Spielzeit wie in Salzburg die praktisch identische Szene gab: ein Mattersburger ziemlich frei durch, ein ganz kurzer Trikotzupfer des Abwehrspielers (Rogulj; später Torschütze), der Angreifer geht zu Boden, der Schiri pfeift, zieht aber hier nur Gelb. Der Freistoß wird allerdings zum 1:0 verwertet, was der Heimelf sogar lieber sein könnte, als bei 0:0 gegen 10 Mann weiter zu spielen (natürlich hätte auch beides passieren können). Danach ein ziemlich verteiltes Spiel, in welchem der Außenseiter beherzt seine Chance suchte. Obwohl das 1:1 nach 5 Minuten kam, gelang Mattersburg in der 44. (Chancen zuvor beidseitig) das 2:1 durch Torjäger Naumoski. Beide Teams spielten weiter nach vorne. Die Austria erzielte nach einem (zu Unrecht) aberkannten Abseitstreffer dennoch das 2:2, danach zwei tolle Chancen für Mattersburg, die Torhüter Lindner zunichte machte, dann nach einem perfekten Konter der Wiener doch das 3:2 für sie. Auch danach war Mattersburg lange nicht geschlagen und ein klares Foulspiel genau im Strafraumeck verlegte der Schiri nach außerhalb, so dass es keinen Elfmeter gab. In der Nachspielzeit stattdessen das 4:2, was vermutlich aus einer nicht erkannten Abseitsposition heraus erzielt wurde, jedoch weitest gehend irrelevant war (das Spiel war ja eh gleich zu Ende). Abgesehen davon spielte Mattersburg nach Gelb-Rot bereits zu zehnt.

Interessant noch: die Wiener Austria hatte ja Philipp Hosiner der Admira abgeluchst. Dieser traf in seinem ersten Spiel von Beginn an gleich doppelt, führt jetzt die Torjägerliste an, zusammen mit Soriano.=

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