Rückblick „Heute für Morgen“ 1.Liga Österreich, 9. Spieltag

Blau Weiß Linz – SV Grödig 1:3 (1:1)
Zuschauer: 1.300

Hier entfiel die Abgabe einer klaren Tendenz, jedoch die Schlussbemerkung im Vorbericht lautete: „ob es sich dann doch zur 2 neigt?“, insofern lag man, wenn überhaupt irgendwie, dann richtig.

Hälfte 1 recht ausgeglichen, mit wenigen Chancen auf beiden Seiten. Dennoch zwei Tore, eins hier eins dort. Nach der Pause doch Grödig die Mannschaft, die allmählich die Initiative übernahm. Obwohl BW Linz auch zu Chancen kam geht der kurz vor Schluss erzielte Sieg (82., 92.) doch in Ordnung.

Obwohl man anmerken muss, dass direkt vor dem Konterangriff, der zum 1:2 führte nach einem Schuss ein Handspiel im Strafraum von Grödig vorlag und die leichten Proteste dazu führten, dass die Mannschaft in der Rückwärtsbewegung unsortiert war. So scheint etwas daran zu sein, dass man, wenn man hinten steht, zugleich das Pech anzieht. Der Trainer der Linzer sah jedenfalls ein ziemlich ausgeglichenes Spiel (was auf die Anzahl der Chancen auch zutrifft).

Der Gerechtigkeit halber sei erwähnt, dass es zuvor auch eine Elfmetersituation zugunsten der Grödiger gab, die ebenfalls abschlägig bewertet wurde (wie es überhaupt in allen Ligen der Welt einfach für praktisch gar nichts mehr einen Elfmeter gibt; denn, ohne Frage, wären beide Aktionen im Mittelfeld als ahndungswürdig eingestuft worden).

FC Lustenau – SV Horn 1:2 (1:1)
Zuschauer: 1.000

Die Zuschaueraktion hat es offensichtlich nicht gebracht, denn 1.000 liegt noch unter dem Schnitt. Dennoch hatte sich die Heimelf einiges vorgenommen und gleich zu Beginn die Führung erzielt. Auch danach mächtig Druck, jedoch kam Horn mit der ersten Möglichkeit zum Ausgleich. Danach war die Heimelf im leichten Schockzustand und der Gast bestimmte das Spiel. Jedoch direkt vor der Pause wieder zwei exzellente Möglichkeiten für Lustenau, die beide vom schon in den Spielen zuvor auffällig starken Cican Stankovic (19 Jahre) im Tor vereitelt wurden.

Nach dem Wechsel weiter Druck des Heimteams, der in zwei, drei guten Chancen mündete, die wiederum der Tormann zunichte machte. Bei einem plötzlichen Konter kam ein Mann recht frei auf außen durch, sein Schuss aus nicht allzu günstiger Position wurde vom hinein grätschenden Abwehrspieler so unglücklich abgefälscht, dass er im kurzen Eck landete. Das 2:1. Danach wiederum konnte Horn ein Abwehrbollwerk aufbauen, welches nur noch einmal zu einer Chance durchdrungen werden konnte.
Unter dem Strich ein glücklicher Sieg für Horn, denn mehr Chancen und Spielanteile hatte doch der FCL.

Der Tipp ging nicht auf, der von einem Heimsieg fabulierte, jedoch war das Engagement groß genug, um eine möglicherweise getätigte Wette zu rechtfertigen.

First Vienna – Austria Lustenau 0:5 (0:2)
Zuschauer: 1.574

Die Angelegenheit so klar wie angekündigt: eine klare 2. Früh bereits die Führung durch einen Standard (Eckball), welche durch einen weiteren Standard (Freistoß) ausgebaut wurde, so dass nach 19 Minuten bereits so ziemlich alles klar war. Eine gutwillige Heimelf, unterstützt von einem gutwilligen Publikum, sorgte dafür, dass es ein paar glänzende Torchancen für die Vienna gab, wobei zwei extrem kuriose darunter waren: einmal schlug ein Verteidiger einen Ball von der Torlinie, donnerte ihn aber an einen Pfosten, von wo aus er heraussprang, in einer anderen „klärte“ der Torwart, schoss dabei einem Angreifer gegen den Allerwertesten, von wo aus der Ball Richtung Torlinie trudelte, diese aber nicht überschritt. Der Spitzenreiter sieht bei seinen Angriffsaktionen aber regelmäßig sehr souverän aus, so dass die Tore auf der anderen Seite ziemlich zwangsläufig fielen.

TSV Hartberg – SKN St. Pölten 3:1 (0:0)
Zuschauer: 995

Der rückläufige Zuschauerzuspruch zeigt, dass bereits Ansprüche gewachsen sind in Hartberg, war doch sogar der Gegner nicht einmal unattraktiv dennoch erstmals unter 1000 Zuschauer. Die Partie war anfangs zerfahren, später war eher der Gast die bessere Elf, mit ein paar Druckphasen und einigen Torchancen. In die zweite Druckphase nach der Pause die kuriose Führung für Hartberg. Kurios deshalb, weil der Elfer so zustande kam: Parapatits kam aus dem Abseits (quasi von der Torlinie) an den Ball, steuerte vom Tor weg und nutzte das erste liegende Bein, um darüber zu stolpern. Tatsächlich dafür ein Elfmeter, der keiner war (selbst wenn sonst eigentlich stets vehement für die Verhängung von Strafstößen argumentiert wird).
Danach weiter Druck der Gäste und Konter der Heimelf. Ebenso kurios das 2:0: bei einem Konter klärt ein Verteidiger in die Mitte, wo Einwechslung, Neuverpflichtung, Hoffnungsträger Juwhel (das Juwel, mit dem Potenzial zum Publikumsliebling; der Deutsch-Kongolese spielte schon in der deutschen Nachwuchsnationalmannschaft) Tsoumou den Ball danken aufnahm und ins Tor schoss.
In der Nachspielzeit das 1:2 durch St.Pöltens spanischen Torjäger Segovia, danach sogar noch zwei Chancen zum 2:2, beim abschließenden Konter in der 95. aber erneut Tsoumou frei gespielt, der Torwart und einen weiteren Gegenspieler ausspielte und locker-lässig einschob zum 3:1.
In der Summe ein glücklicher Sieg, aber dennoch kann man von Hartberg wohl demnächst etwas mehr erwarten dank des verpflichteten Juwels. St.Pölten könnte dennoch, so der Eindruck, langfristig eine gute Rolle an der Tabellenspitze spielen, selbst wenn der (einzige) Platz an der Sonne recht zuverlässig an die Austria aus Lustenau vergeben ist.

Kapfenberger SV – SCR Altach 1:1 (0:0)
Zuschauer: 1.020

Auch hier kein überragender Zuschauerzuspruch, der auf ein wenig Enttäuschung hindeutet, was die Leistungen angeht. Dennoch entfernt man sich Schritt für Schritt von den Abstiegsrängen und ist guten Mutes, irgendwann mal eine Serie starten zu können. In dieser Partie in der Summe Altach das bessere Team, selbst wenn Kapfenberg in Hälfte 1 noch ein wenig mehr vom Spiel hatte. Das 1:0 nach 69 Minuten war der erste Angriff der Heimelf in Hälfte 2. Altach kam aber fast postwendend zum Ausgleich (72.).
In der Nachspielzeit mal wieder eine typische Elfmetersituation: ein Fernschuss von Altach wird von einem Verteidiger im Strafraum mit der Hand abgeblockt, angeblich hat es aber keiner der Unparteiischen gesehen. Kein Elfer, obwohl es ganz eindeutig war.
Wichtig: Auch Kapfenberg mit einem Neuzugang: Rückkehrer Babangida(29) wurde eingewechselt. =

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