Halbfinale EURO 2012

Spanien – Portugal
betfair: 1.99 3.45 4.70
Computer 1.75 4.00 5.49

Deutschland – Italien
betfair: 1.96 3.45 4.90
Computer: 2.52 3.49 3.15

Für das Halbfinale gibt es recht eideutige Positionierungen seitens des Computers. Im ersten bleibt die Tendenz pro Spanien klar erhalten. Natürlich hat man als Verfasser auch den Auftritt gegen
Frankreich aufmerksam verfolgt — und den Gewinn gerne entgegen genommen. Andererseits muss man ganz klar eingestehen, dass die Partie vom Verlaufe her längst nicht so eindeutig war, wie es der
Computer gesehen hat. Spanien fehlte die Leichtigkeit der letzten Titelgewinne. Auch die Kurzpass Stafetten gelangen nicht wie gewohnt. Jedoch darf man sehr wohl anmerken, dass dies auch zum Teil dem wirklich sehr guten Aufritt der Franzosen geschuldet war.

In der Partie gegen Portugal nun kann man sicher ein etwas anderes Spiel erwarten. Den Spaniern dürfte der Stil der Portugiesen eigentlich ganz gut zupass kommen, da er nämlich dem ihren ähnelt.
Sicher hat Christiano Ronaldo in den letzten beiden Partie allmählich zu seiner Form gefunden, aber dennoch spricht die Bedeutung des Anlasses wieder ein wenig mehr für den (auch vom Markt anerkannten) Favoriten. Jedenfalls kann man (als Autor) unter keinen Umständen der
Verlockung widerstehen, die Spanier ein weiteres Mal zu unterstützen.

In der anderen Partie ist das Votum völlig eindeutig: man kann nur Italien nehmen. Der Auftritt gegen England könnte man beinahe als Geburtsstunde einer wieder gewonnenen, gefundenen italienischen Spielkultur bezeichnen. Sie haben England eigentlich total an die Wand gespielt, was sich in Ballbesitzzahlen und Torchancen (nur unzureichend) widerspiegelt. Mit dem absolut überragenden und genialen Zentalspieler, dem Dreh- und Angelpunkt Andrea Pirlo in absolut herausragender Überform ist es unvorstellbar, dass Deutschland ein klares Plus herausarbeitet. Jedenfalls nicht so klar, wie es der Wettmarkt sieht, selbst wenn es an den Leistungen der Deutschen von A bis Z nicht das Geringste zu bemängeln gibt. Auch dies war, wie aber bereits in Südafrika, eine (damals neue) eigene Spielkultur, welche, anders als jene beispielsweise der Spanier, nicht auf Ballbesitz ausgelegt ist, und damit allmählicher Zermürbung des Gegners, sondern welche sehr geradlinig nach vorne angelegt ist, mit überfallartigen Angriffen, bei welchen stets sehr viele Spieler am Angriff teilnehmen, ungeachtet der Risiken, welche nach hinten entstehen könnten. Daran denkt man sozusagen nicht. Man hat den Ball, Ziel ist es, ihn in Gegners Kasten zu bugsieren, also vorwärts. Italien hat jedenfalls auch ausreichend viel entgegen zu setzen, so dass es garantiert keine Einbahnstraße geben dürfte.

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