Gruppe D

Schweden – Frankreich
betfair: 5.20 3.80 1.81

Computer: 5.88 4.06 1.71

England – Ukraine
betfair: 2.12 3.40 4.10
Computer: 2.06 3.76 3.99

Erneut eine Paarung, die keine rechte Freude macht. Schweden ist
raus und möchte sich im besten Falle, so wie Irland auch gestern,
würdevoll verabschieden. Natürlich ist kein Grund zu erkennen, warum
sie nun dem Gegner etwas schenken wollen. Immerhin ist EM, es ist ein
Länderspiel, die Welt (zumindest Europa) schaut zu, da gilt es, sich
zu präsentieren, so gut zu spielen, wie man kann, vielleicht auf der
großen Bühne des Fußballs mit einer tollen Leistung einen neuen, noch
besseren, reicheren Arbeitgeber an Land zu ziehen. Nur ist es, wie
Olli Kahn gestern vor der Partie Italien gegen Irland sagte, am Ende
doch so, dass meist das Team gewinnt, welches den Sieg so dringend
braucht, da sie die Extraprozente herausholen können. Zum Weiterkommen benötigt Frankreich den Sieg nicht unbedingt, wenn, dann zum Gruppensieg. Ob das reicht, um Extraprozente rauszuholen kann bezweifelt werden – und wird es vom Wettmarkt auch. Heute vormittag war Schweden angezeigt, nun ist Frankreich über der fairen Quote (also vom Lay zum Back geworden)

 

In der anderen Paarung sind zwar die Vorzeichen völlig andere,
hingegen gibt es keine nennenswerten Abweichungen von den
Computerzahlen, also gibt es hier keine ernsthafte Wettempfehlung.
Wenn man so möchte treffen ja die beiden Teams aufeinander, welche
BEIDE vom Computer gleichermaßen falsch eingeschätzt wurden, nämlich beide zu gut. Insofern ist es nur logisch, dass bei einer direkten Begegnung nichts angezeigt ist. Das Gefühl riete eher ein wenig zu der Ukraine. Nicht nur sind sie der letzte Gastgeber — was allerdings zugleich unangenehmen Druck ausüben könnte –, sondern sie waren in beiden Partien weniger schlecht im Verhältnis zur
Computereinschätzung als die Engländer, welche einfach, der Markteinschätzung entsprechend, zwar alle in guten Vereinen spielen mögen, jedoch regelmäßig wenn sie für ihr Land auflaufen keinen
homogenen Eindruck machen. Sie spielen, einer englischen Tradition folgend, noch immer hoch und weit nach vorne und schauen mal, ob sich irgendwo jemand findet, der den Ball verarbeiten kann. Es ist kein wirklich moderner Fußball und man kommt damit nicht mehr weit. Dagegen spricht jedoch eindeutig das wieder mögliche Eingreifen des Topangreifers Wayne Rooney. Beide wollen weiterkommen. Für die Ukraine macht es auch keinen weiteren Unterschied (Gegner Italien oder Spanien im Halbfinale gilt für alle) ob sie 1. oder 2. in der Gruppe werden, Heimspiele wären bis zum theoretischen Finale gewährleistet. Nun gut, prinzipiell gibt es keine Zweifel an den Computerzahlen. Es ist eben nicht wirklich etwas zu machen, vor allem kein Geld.

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