3. Spieltag Gruppe C

Solche Partien wie Italien – Irland braucht man nicht mit einem Computer berechnen zu lassen. Hier gilt nur: wer Mut hat, kann Irland nehmen. Sie werden sicher so gut sie können spielen und nichts verschenken, allein schon für ihre phantastischen Fans. Diese werden es ihnen andererseits aber nicht krumm nehmen, wenn sie auch die letzte Partie verlieren sollten. Italien hingegen wird alle Kräfte konzentrieren. Ob der Markt nun mit seinen 1.39 als Siegkurs Recht hat oder nicht, jedenfalls kann es auf keinen Fall geraten werden, zu diesem Kurs zu spielen. Entweder „Lay“ oder, noch viel besser, von allen derartigen Partien (ein Team muss gewinnen, das andere spielt um nichts) die Finger weg.

In der Partie Kroatien gegen Spanien sieht es (Stand 11.30h) so aus:
betfair: 10.0 3.75 1.56
Computer: 6.60 4.35 1.61

Auch in dieser Partie lautet der Rat grundsätzlich „Finger weg“.
Denn: wie schon bei der Euro 2004 genügt auch hier (aufgrund
stumpfsinniger, dafür höchst komplexer Regeln wenn mehr als zwei  Mannschaften punktgleich sind) beiden Teams ein 2:2
Unentschieden. Erneut wäre Italien der Leid tragende, die auch
bereits 2004 durch das 2:2 zwischen Schweden und Dänemark raugekegelt wurden, da sie in den ersten beiden Partien gegen diese Kontrahenten nur 1:1 gespielt hatten, alle drei haben Bulgarien besiegt (Italien im Parallelspiel), so dass diese für das Weiterkommen aus der Wertung fielen, und in der internen Tabelle der drei Teams hatten dadurch Schweden und Dänemark je 3:3 Tore, Italien nur 2:2, bei jeweils zwei Punkten pro Team, damit Italien raus. Nun ist es die identische Konstellation. Italien mit zwei 1:1 gegen diese Mannschaften, steht bereit, Irland zu besiegen, und ist auf das Wohlwollen der Spanier (im Wesentlichen, denn Kroatien würde das 2:2 wohl sofort unterzeichnen) angewiesen.

Andererseits ist es eben undenkbar, dass die bereits 2004
benachteiligten und danach aufbegehrenden Italiener (Morten Olsen,
schon damals Trainer der Dänen: „Natürlich gab es einen Deal.“) ein weiteres Mal auf diese Art und Weise ins Gras beißen sollten. Nein, das wird wohl nicht möglich sein. Das einzige Problem daran wäre dies: wenn die Partie wirklich, ohne jede Absprache, auf ein 2:2 hinauslaufen sollte, was sollte man dann denken, wie reagieren? Sollten die Kicker dort unten einfach zur Vermeidung des Ergebnisses aus Spaß noch ein Eigentor schießen, einen Kullerball (wie damals Peter Schmeichel, jenen ZUM 2:2) durchlassen, nur, damit der Vorwurf nicht verlautbarte? Vielleicht wird es gar so geregelt, in der Absprache, in Einigkeit: „Jedes Ergebnis nehmen wir, ist uns Recht, genau AUßER einem 2:2.“

Wie man sieht ist der Kurs auf das X zwischenzeitlich mächtig eingebrochen (wer sich das Lay X – oder auch: Sieg Spanien – getraut hat – Stand nun: keine schlechte Wette, Hut ab! ), aufgrund dieser Erkenntnis (jener, dass ein 2:2 BEIDEN genügt, nicht etwa der, dass es UNTER KEINEN UMSTÄNDEN 2:2 ausgehen darf). In 2004 fiel der Kurs auf das 2:2 übrigens zum Spiel hin auf eine 3.4 etwa. Glücklich all diejenigen, die diese Art der Prophetei zum Geld verdienen nutzten, Pech für die, die an die Ehrlichkeit im Sport glaubten und ein „Lay“ gewagt haben (zu denen man übrigens selbst gehört, mit minimalem Einsatz). Der Wettmarkt ist vielleicht seitdem noch etwas schnellebiger geworden und noch mehr Teilnehmer versuchen, schneller schlauer zu zu sein als die anderen.  Die Quote auf das korrekte Endergebnis 2:2 bei der heutigen Partie Spanien-Kroatien ist bereits am vergangenen Donnerstag nach Abpfiff des 18.00h-(Kroatien-Italien 1:1)-Spieles gefallen und lag, nachdem Spanien gegen Irland gewonnen hat, bei 5,0. Nun ist sie wieder auf 12,0 gestiegen, natürlich noch immer kein „normaler“ Kurs für ein 2:2. Wenn überhaupt „normal“, dann unter der Annahme, dass nicht (mehr) an eine Absprache geglaubt wird, dennoch das 2:2 ein gut mögliches Ergebnis ist, bei dem – und je nach Spielverlauf – dann beide zufrieden oder unter Umständen nicht unzufrieden (Spanien) wären.

Zum Vergleich noch einmal die Quoten aus dem Mai, rund zwei Wochen vor Beginn der Vorunde. Man sieht noch, dass sowohl der Sieg von Spanien als auch das Unentschieden nun etwas kleiner sind. Ein 1:1-Unentschieden sichert den Gruppensieg für Spanien (fast, Italien kann noch Spaniens 4:0 gegen Irland toppen), ein 1:1 wäre ebenso für Kroatien an sich kein schlechtes Ergebnis, so müsste Italien dann im Handicap (3-1 oder aufwärts) gewinnen, was denen natürlich immer zuzutrauen ist (das 2:1 damals gegen Bulgarien fiel in der 94. Minute)…

Kurse am Early Market (Mai):

18.06.12 20:45:00 Kroatien Spanien 7,00 4,00 1,58 102,58%
18.06.12 20:45:00 Italien Irland 1,79 3,70 5,00 102,89%
19.06.12 20:45:00 Schweden Frankreich 4,00 3,50 2,06 102,12%
19.06.12 20:45:00 England Ukraine 2,06 3,45 4,00 102,53%

Kursentwicklung Spanien-Kroatien Unentschieden:

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