Gruppe B und kleiner Rückblick auf gestern

Zu den Spielen:

Dänemark – Deutschland
betfair: 6.6 3.90 1.69
Computer: 8.06 5.75 1.42

Portugal – Niederlange
betfair: 2.88 3.60 2.62
Computer: 3,04 3,47 2,60

Die Ergebnisse des gestrigen Tages waren also wieder ermutigend. Es war vor einiger Zeit noch undenkbar, dass Gastgeber ausscheiden. Seit es jedoch die Co-Austragungen gibt, häufen sich die Fälle. Sicher eben deshalb, da sich auch die Spieler denken: „Na, ein richtiger Gastgeber ist das ja gar nicht. Und außerdem: selbst wenn wir die raushauen, gibt es ja immer noch einen weiteren, der die Fahnen hoch halten könnte“. Insofern entfällt wohl die früher übliche Höflichkeit, dem Gastgeber den Vortritt zu lassen.

Toll also, wie sich Tschechien reingehängt hat. Und fußballerisch war es in Hälfte 2 auch wirklich hervorragend. Die Polen mögen leicht verkrampft gewesen sein aufgrund des empfundenen Drucks aber ein Großteil war auch der Klasse der Tschechen zuzuordnen, dass sie kaum etwas zugelassen haben und selbst immer wieder gefährlich nach vorne kamen. So war das 1:0 fast eine zwangsläufige Folge und hatte sich wirklich angedeutet in immer näherem Heranrücken an den Torerfolg.

Auch großes Lob an die Griechen, die man ja ebenfalls hier hochgehalten hatte. Vor allem war Nüchternheit gegenüber der überragenden Leistung der Russen in Spiel 1 gefordert worden, welche der Computer eh stets an den Tag legt. Die Griechen waren auch in Spiel 2 nicht schlecht, lagen nur früh mit 2 Toren zurück. Nun ist es wirklich passiert — und hat hoffentlich den Geldbörsen der treuen Leser etwas aufgefüllt. Die Außenseiter Tschechien und Griechenland sind im Viertelfinale, der (eine) Gastgeber und die hoch gelobten Russen raus. Toll. Und die Größe der Überraschung sorgt normalerweise dafür, dass der nüchterne Wetter reichlich einsammeln kann. Nur fehlte eben gestern etwas der Mut, denn es war ja sogar Polen „Lay“ angezeigt, nur hatten die Vortagsergebnisse mit den leichten Fehleinschätzungen das Selbstvertrauen herabgesetzt.

Zu den heutigen Partien:

Natürlich ist Deutschland angezeigt. Denn: der Markt „weiß“ natürlich, dass Deutschland das Remis genügt, um alle Zweifel auszuräumen. Es soll auch eine Präferenz geben, lieber in Danzig spielen zu können und von den Medien wird im Falle des Gruppensieges bereits mit dem leichteren Gegner Griechenland geliebäugelt. Die Überlegung, dass Deutschland bei einem unentschiedenen Spielstand gegen Ende des Spiels sicher auf Ergebnisverwaltung (und nicht auf dringenden Torerfolg) umschalten wird, kostet möglicherweise ein paar Sieg-Prozente, welche man bei einem „must win“ hätte. Tja, die eigene Entscheidung steht ebenfalls noch aus, mal hören, wie sich Trainer und Spieler im Verlaufe des Tages so äußern… (Leichte Tendenz doch zu Back Deutschland, die Quote ist seit heute früh auch etwas runtergegangen von 1,76 kommend…)

Bei Portugal gegen Holland deckt sich mittlerweile eh die Markteinschätzung mit dem Computer ziemlich gut. Demnach entfällt hier eine Wettempfehlung. Wenn würde man persönlich eher zu einem „Lay“ auf Holland neigen. Erstens ist es relativ nahe dran am Computer, also der Fehler, den man macht, könnte nur klein sein, wenn denn die Einschätzungen stimmen, und es kommen diese drei Aspekte hinzu: Portugal machte keineswegs in den bisherigen Spielen einen schlechteren Eindruck als die Niederländer, Christiano Ronaldo könnte vielleicht auch mal ein gutes Spiel machen, und, vor allem dieser hier: es könnte sich im Verlaufe des Spieles sogar herausstellen, dass die Holländer ihre Chancen schwinden sehen, weil Deutschland gegen Dänemark schwächelt… Das könnte so weit entmutigen, dass man die letzten Prozente nicht herausholen kann.

So sah es übrigens am Markt vor Beginn der Euro aus (Quoten von betfair):

17.06.12 20:45:00 Portugal Holland 3,55 3,50 2,14 103,47%
17.06.12 20:45:00 Dänemark Deutschland 7,40 4,40 1,50 102,91%

2 Kommentare zu “Gruppe B und kleiner Rückblick auf gestern

  1. Daniel Kotrc sagt:

    Ich glaube, einer der Hauptgründe dafür, dass zuletzt die Gastgeber früh rausgeflogen sind, ist auch die Wahl des Austragungsort. Seit es möglich geworden und in Mode gekommen ist, eine EM an zwei Länder zu vergeben, können auch kleinere Länder Gastgeber werden, die allein keine EM austragen würden. Die Kehrseite ist, dass diese Länder nicht unbedingt zu den großen Fußballnationen gehören, während die EM vorher meist in klassichen Fußballländern stattfand (Italien, Frankreich, Deutschland, England, mit Abstrichen vielleicht Portugal und Schweden). Und von Polen, Österreich, der Schweiz oder Belgien kann man weniger erwarten, dass sie sicher weiterkommen. Holland ist als Co-Gastgeber 2000 ja ins Halbfinale gekommen.

  2. plenzi sagt:

    Japan und Korea sind damals beide Gruppensieger geworden. OK das war WM. Suädafrika ist dafür ausgeschieden (als alleiniger Gastgeber).
    Gesetz ist es wohl nicht mehr

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