Torflut

An dieser Stelle wird ja beständig betont, dass Tore im Fußball beinahe noch mehr ausmachen als das sprichwörtliche Salz in der Suppe. Hierbei wird stets der Aspekt in den Vordergrund gestellt, dass für den Fan einer Mannschaft dies von untergeordneter Bedeutung sein mag, beispielsweise allein deshalb, da er zwar gerne in Hülle und Fülle sähe, aber nur dann, wenn sie stets von denjenigen mit dem eigenen Trikot an erzielt werden, dass aber der wahre Adressat von allen Verantwortlichen der neutrale Zuschauer sein müsste, da man ihn dabei halten muss, ihn zum Fußball zurückholen muss, ihn wahrhaftig ins Boot der zahlenden Zuschauer verfrachten muss, dass aber genau dieser dem Fußball mehr und mehr verloren geht. Weiterlesen

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Tendenzwechsel (Stand 26. März 2012)

Frequenz der Tendenzänderungen

Tendenzwechsel der letzten Saison zum Vergleich Saison 2010/2011

Land Spiele Ausgleich Heim Führung Auswärts Führung Summe pro Spiel
1. BL 306 158 60 49 267 0,873
England 380 198 66 46 310 0,816
2. BL 306 145 56 41 242 0,791
Italien 380 169 58 48 275 0,724
Frankreich 380 175 49 40 264 0,695
Spanien 380 146 48 46 240 0,632
Gesamt 2132 991 337 270 1598 0,750
Wie man sieht waren in der vergangenen Saison die beiden deutschen Ligen ziemlich weit vorne in der Rangliste, die 1. Liga gar auf Platz 1, mit einigem Vorsprung. Dies bedeutet, dass es in der Liga ziemlich hoch her ging in den Spielen, indem eine Führung noch lange nicht den Sieg bedeutete. Ob dies auf taktische Mängel hindeutet, muss der internationale Vergleich zeigen. Den Fan im Allgemeinen freut es jedenfalls, wenn es Action und Spannung gibt, selbst wenn es bei jedem erzielten Tor auch einen Leid tragenden gibt.
Tendenzwechsel vom vergangenen Wochenende

Hier wird allwöchentlich der Vergleich angestellt: war es in Deutschland spannend, gab es viele gedrehte Spiele oder bedeutete eine Führung auch unweigerlich den Sieg, so dass einem eher zum Gähnen langweilig war, weil einfach nichts passierte? Im internationalen Vergleich sieht man, wie es dort zuging und wo die meiste Action war.

Land Spiele Ausgleich Heim Führung Auswärts Führung Summe pro Spiel
1. BL 9 4 1 2 7 0,778
2. BL 9 3 1 1 5 0,556
Frankreich 10 3 0 0 3 0,300
England 14 6 3 1 10 0,714
Spanien 20 11 2 5 18 0,900
Italien 10 8 2 1 11 1,100
Gesamt 72 35 9 10 54 0,750
In der 1. Liga gab es diese Spiele, in denen sich die Tendenz änderte: Wolfsburg nahm das 1:1 hin, gewann aber am Ende 2:1. Macht zwei Tendenzwechsel. Hoffenheim drehte das Spiel in Gladbach, von 0:1 auf 2:1, macht ebenfalls zwei. Augsburg schaffte kurz vor Schluss den Ausgleich, macht einen weiteren. Und Dortmund drehte das Spiel in Köln von 0:1 auf 6:1. Macht sieben Tendenzwechsel, ein etwa durchschnittlicher Wert.In Italien war noch etwas mehr los, mit 11 Tendenzwechseln in 10 Spielen, und auch Spanien hatte einigen Betrieb, mit einem weiteren Spieltag unter der Woche. Die 2. Liga hatte eher wenig zu bieten und Frankreich noch weniger.

Der Gesamtschnitt vom Wochenende lag bei 0.75 Tendenzwechseln pro Spiel, was exakt dem Schnitt der letzten Saison entspricht.

Tendenzwechsel in der Saison 2011/2012
Land Spiele Ausgleich Heim Führung Auswärts Führung Summe pro Spiel
2. BL 243 123 48 31 202 0,831
1. BL 243 118 41 30 189 0,778
Spanien 290 133 50 37 220 0,759
Frankreich 290 142 38 35 215 0,741
England 298 133 37 45 215 0,721
Italien 289 117 37 28 182 0,630
Gesamt 1653 766 251 206 1223 0,740

Einige Parallelen zur letzten Saison: die deutschen Ligen sind ziemlich oder ganz vorne und der Schnitt liegt bei 0.74, also nur knapp unter jenem der letzten Saison von 0.75.

Gesamtstatistik, nach 27. Spieltag

Die Statistik der Ergebnisse bisher
  Spiele Hsiege Remis Asiege Htore Atore Heimvort
eingetroffen 243 114 62 67 406 283 1,179
erwartet 243 113,17 55,84 73,97 391,3 295,5 1,139
absolute Abweichung 0 0,83 6,16 -6,97 14,70 -12,50 0,04
relative Abweichung 0 0,73% 9,94% -10,40% 3,62% -4,42% 3,31%
Festlegung
erwartet:
40,84%
Festlegung
eingetroffen:
40,76%
ø Torabweichung: 1,89 ø Torabweichung erwartet: 1,87

Wie man gut erkennen kann, sind fast alle Erwartungen ganz gut getroffen. Die einzigen nennenswerten Abweichungen tauchen auf bei den Unentschieden, wo es in dieser Saison etwa 6 zu viele gab, gegenüber den Auswärtssiegen, bei denen es etwa die gleiche Anzahl zu wenig gab. Da alle Parameter automatisch angepasst werden, gibt es keinerlei Anlass zur Besorgnis was die Qualität der Vorhersagen insgesamt angeht.

Bei den Heimtoren sind auch etwa 15 zu viele für die Heimteams gefallen, sowie etwa 13 für die Auswärtsteams zu wenig. Dies bedeutet, dass es in dieser Saison einen etwas größeren Heimvorteil gab. Jedoch ist die Abweichung durchaus im Rahmen und die Parameteranpassung sorgt dafür, dass die Prognosen sich aktuellen Entwicklungen anschließen.

Wie man bei der erwarteten und eingetroffenen Festlegung sieht, gab es eine sehr gute Einstufung allgemein der Favoritenpositionen, wofür diese Zahl ein Maßstab ist. Man konnte sich so sehr festlegen, die Praxis hat diese mögliche Festlegung bestätigt (eine Festlegung von 40.4% entspricht einer Favoritenstellung für eine Partie von 55% für die 1, 24% für X und 21% für die 2, wie man durch Quadrierung der Werte gefolgt von Addition leicht feststellt).

Die durchschnittlich erwartete Torabweichung wurde zwar leicht verfehlt, jedoch gab es in dieser Saison auch atypisch viele hohe Ergebnisse, und außerdem ist die Abweichung natürlich absolut im Rahmen.

Spanische Lehrstunden

Diese Woche gab es mal wieder Europapokal. Das Viertelfinale von Champions- und Euroleague stand an, mit immerhin noch drei deutschen Vertretern. Die Übertragungsrechte hat sich auch hier Sky Deutschland gesichert. Sie machten zwar von diesem Recht Gebrauch, jedoch betrieben sie, wie bei allen anderen Gelegenheiten der deutschen Fußball Übertragungen auch, die übliche Antiwerbung für das Spiel Fußball, für ihren Sender und für ihre eigene Zunft und Zukunft. Weiterlesen

Die Kreisklasse an der Champions League

Jeder Freund des Fußballs hatte am Mittwochabend Anlass, sich auf ein richtig tolles Spiel zu freuen. Der FC Barcelona war im Einsatz – und da MUSS man sich nicht nur freuen, sondern man MUSS auch hinschauen. Weil das moderner Zirkus ist, weil das die höchste Schule ist, weil es Kunst ist und weil es zugleich Erfolg bringt. Hier wird der Körper nicht nur zur Zweikampfführung eingesetzt, hier wird mit höchstem Geschick verteidigt, hier wird ausschließlich mit Eleganz agiert und phantastische Spielzüge inklusive Torszenen sind garantiert.

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meine Wetten zum 28. Spieltag

28.
Spieltag
Eigene Zahlen
Paarung 1 X 2
Dortmund Stuttgart 1,33 6,45 11,02
Nürnberg FC Bayern 7,09 4,67 1,55
Kaiserslautern HSV 3,17 3,43 2,55
Augsburg FC Köln 2,02 4,09 3,84
Werder Mainz 1,90 4,40 4,05
Leverkusen Freiburg 1,64 5,06 5,23
Hertha Wolfsburg 2,49 4,02 2,86
Hannover Gladbach 2,64 3,59 2,92
Hoffenheim Schalke 04 3,36 3,91 2,24
Hier die vom Computer ermittelten „fairen Quoten“. Dieses sind exakt auf 100% berechnet beziehungsweise sind es die Kehrwerte der errechneten Chancen auf 1 – X – 2.
Betfair Zahlen
Paarung 1 X 2 % Schnitt
Dortmund Stuttgart 1,32 5,70 13,00 100,99%
Nürnberg FC Bayern 9,80 5,20 1,37 102,43%
Kaiserslautern HSV 2,62 3,40 2,90 102,06%
Augsburg FC Köln 2,00 3,60 4,00 102,78%
Werder Mainz 2,10 3,60 3,65 102,79%
Leverkusen Freiburg 1,71 4,00 5,30 102,35%
Hertha Wolfsburg 2,46 3,50 3,05 102,01%
Hannover Gladbach 2,68 3,40 2,82 102,19%
Hoffenheim Schalke 04 3,20 3,45 2,40 101,90%
Treffererwartung 2,21
Treffer erzielt 1
Trefferabweichung -1,21
Geldauswertung -3,1
Anzahl Wetten 6
Art der Abrechnung 6 mal eine Einheit (Flat) zur Vergleichbarkeit für diese Saison
Dies die mit dem Wettmarkt abgeglichenen Zahlen. Hierbei werden stets die Zahlen vom Montag von der Wettbörse betfair zugrunde gelegt.Hier nun also die angezeigten Wetten für den 28. Spieltag. „Angezeigt“ ist eine Wette immer dann – aus Sicht des Computers – wenn die am Markt zu erzielende Quote über der fairen Quote liegt.Für dieses Wochenende wirken fast alle Wetten ein wenig wie aus den Fingern gesogen. Wirkliche Schnäppchen sind nicht dabei, nach welchen man jedoch ohnehin lange suchen muss. Garantien auf Eintreten gibt es ohnehin an keiner Stelle, selbst wenn man ab und an sehr von der Qualität einzelner Wetten überzeugt ist.

Kurzer Kommentar zu den Wettempfehlungen
Bei der Paarung Dortmund gegen Stuttgart kann man natürlich nicht ohne ein paar Schmerzen den Tipp auf Auswärtssieg empfehlen. Chancen in der Größenordnung von unter 10% sind nicht nur wesentlich schwerer einzuschätzen – sie kommen ja so selten, dass man es im Einzelfall eh gar nicht erwarten könnte –, sondern auch schwer, schön zu reden. Auf die Frage „gewinnt Stuttgart in Dortmund?“ hätte man nämlich auch nur die
eine Antwort parat: „Vermutlich nicht.“ Dennoch ist es Mathematik (und keineswegs „höhere), dass sich solche Wetten langfristig rentieren können. Stuttgart hat jedenfalls in den letzten Spielen durchaus Qualität bewiesen und serienweise Tore erzielt – obwohl
die Leistung gegen Nürnberg zuletzt nicht gerade ein Bewerbungsschreiben war. Dortmund genauso in einem sehr positiven Lauf, von dem man nur sagen dürfte, dass er doch eines Tages beendet sein wird. Ob gerade am Samstag? Jedenfalls kein bisschen mehr als eine von 10 möglichen Einheiten.

Nicht viel anders sieht es mit der Empfehlung auf Nürnberg aus, selbst wenn hier angeblich die Chance von 10% bereits recht deutlich (vom Computer) überschritten wird. So wie Nürnberg spielte – auch und gerade gegen Stuttgart – dürfte man ihnen schon etwas zutrauen. Andererseits haben die Bayern mit am wenigsten etwas zu verschenken. Für Nürnberg spricht aber noch das Mittwochspiel der Bayern – dessen Ausgang bisher unbekannt ist –, welches zumindest ein paar Kräfte rauben könnte. Natürlich auch diese Wette nicht wirklich ernst nehmen, die eine Einheit riskieren, den Verlust fest einkalkulieren – und dennoch ein klein wenig den fürstlichen Lohn, falls es doch geschehen sollte, im Hinterkopf behalten. 1/10 und keinen Cent mehr, eher weniger.

Der Sieg vom HSV in Lautern hingegen scheint irgendwie schmackhaft. Natürlich wird Lautern dies erneut als „ultimative Chance“ ausrufen, heranzurücken, aber gerade das Gewinnen müssen könnte bei einer verunsicherten Mannschaft dem Gegner ebenso große Chancen einräumen. An der Computereinschätzung gibt es jedenfalls keine Zweifel, so dass man ruhig 6/10 riskieren darf. Der HSV hat das Potenzial und die (gute) Chance, diese Partie für sich zu entscheiden, da gerade im Auswärtsspiel der empfundene Druck etwas geringer ist und ein Punkt „immerhin etwas“ wäre.

Werder gegen Mainz ist natürlich nur dann eine Empfehlung, wenn sich das Lazarett lichtet. Normalerweise ist eine Quote von über 2.0 definitiv zu hoch auf ein derartiges Spiel und dem trägt der Computer Rechnung. Ein Quotenanpassung wurde jedenfalls NICHT vorgenommen, so dass man entweder Teamnews oder Gefühl befragen sollte. Hier lautet die Empfehlung (nur, damit es etwas zum Abrechnen gibt) deshalb: 1/10.

Leverkusen gegen Freiburg ist genau so schwer zu empfehlen. Es hat sich mal wieder dieser Effekt gezeigt (für welche es nicht nur in Deutschland etliche Belege gibt): nach einem klaren Ausscheiden im Europapokal wird es doch etwas schwer, nicht nur die daraus resultierende Verunsicherung, die Zweifel an den eigenen Fähigkeiten abzulegen, als auch in den Ligaalltag zurück zu kehren. Leverkusen hat seit dem 1:7 gegen Barca alle Spiele verloren. Es war aber nicht so, dass sie in allen Spielen richtig schwach war, dennoch reichte es jeweils nicht. Natürlich darf man ihnen eine solide Leistung zutrauen, zumal nun Europa komplett auf dem Spiel steht, aber gerade gegen Freiburg, die zuletzt
so sehr beeindruckt haben? Nein, das Gefühl rät eher etwas dagegen, gibt dem Wettmarkt Recht. Also auch nur eine Pflichtwette mit 2/10.

Der Sieg von Schalke in Hoffenheim wäre vom Gefühl her die beste Wette, wenn nicht … der Vorteil so klein wäre. Schalke hat wirklich beeindruckt, in fast allen zuletzt gesehenen Spielen und es macht fast so viel Spaß wie Spielen von Dortmund zuzuschauen. Der Sieg von Hoffenheim war a) ein trügerisches Ergebnis und b) hat es sie so weit von den Abstiegsplätzen katapultiert, dass ein nachlassendes Engagement möglich wäre. Andererseits spricht gegen die Wette der Donnerstags Auftritt der Schalker in Europa. Nun denn, also auch hier nur eine 3/10.

Insgesamt sind alle Wetten nicht so doll vom Gefühl her.

Spielstärken nach Spieltag 27

Torerwartungen Ver- Ver-
ände- schie-
Team Für Gegen Quotient rund bung
1 Borussia Dortmund 2,01 0,72 2,80 0,16 0
2 FC Bayern München 2,20 0,86 2,55 -0,05 0
3 FC Schalke 04 1,85 1,18 1,58 0,05 0
4 Bor. Mönchengladbach 1,40 1,04 1,34 -0,08 0
5 Bayer Leverkusen 1,60 1,30 1,23 -0,03 0
6 VfB Stuttgart 1,58 1,50 1,05 0,00 1
7 Werder Bremen 1,50 1,44 1,04 -0,02 -1
8 Hannover 96 1,40 1,39 1,01 0,02 1
9 FSV Mainz 05 1,43 1,54 0,93 -0,06 -1
10 VfL Wolfsburg 1,37 1,57 0,87 0,00 0
11 TSG Hoffenheim 1,23 1,46 0,84 0,04 0
12 Hamburger SV 1,20 1,63 0,74 -0,01 0
13 1.FC Nürnberg 1,03 1,40 0,73 0,00 0
14 SC Freiburg 1,25 1,71 0,73 0,02 0
15 FC Augsburg 1,06 1,46 0,72 0,02 0
16 Hertha BSC 1,16 1,69 0,69 0,05 1
17 1.FC Köln 1,25 1,95 0,64 -0,04 -1
18 1.FC Kaiserslautern 0,82 1,51 0,54 -0,03 0
25,36 25,35 0
Tore ø erwartet 2,82

Dies also die aktuelle Rangliste aus Sicht des Computers nach dem 27. Spieltag. Die Rangliste ist sortiert nach dem Quotienten, welcher sich darstellt als erwartete erzielte Tore geteilt durch die erwarteten kassierten Tore. Diese Werte sind so zu verstehen, dass die erwarteten Tore gegen den Schnitt erzielt wird oder, wenn man sie einfach mit 34 malnimmt, die Gesamttorerwartung für die Saison darstellen. Wobei diese Erwartungen ständigen Veränderungen durch die aktuellen Ergebnisse unterliegen.

Obwohl Bayern mehr Tore erzielt und nicht ganz so viele mehr kassiert, liegen sie im Quotienten (derzeit) hinter Dortmund. Gerade die letzten beiden Ergebnisse haben für einen größeren Abstand gesorgt, wie man in der Spalte „Veränderung des Quotienten“ ablesen kann.

Ganz hinten haben Köln und Hertha die Plätze getauscht. Natürlich ursächlich  verantwortlich die hohe Niederlage der Einen gegenüber dem (klaren) Sieg der Anderen. Ob man das intuitiv so empfinden kann, muss der Leser für sich beurteilen (dies gilt natürlich für die gesamte Rangliste). Aber wenn man häufiger draufschaut – am besten wöchentlich – gewöhnt man sich ganz gut an die Einschätzungen und auch die Verschiebungen. Die Grundlage für die fairen Quoten der nächsten Woche bilden diese  Werte jedenfalls (wobei es parallel noch andere Parameter gibt, wie beispielsweise den sehr wichtigen und ebenfalls individuell gepflegten Heimvorteil).